Das kleine Judo ABC

Ein kleiner Überblick mit den wichtigsten japanischen Übersetzungen!

Das ist Judo

Hier findest du ein paar Einblicke in den Judosport – vom Kind bis zum Profi!

Wann und wo?

Deine Infos – wo du bei wem und wann trainieren kannst!

Was ist Judo

Judo ist die traditionelle Selbstverteidigung aus Japan. Am Anfang lernt man die Fallschule d.h. das richtige Abrollen und Fallen nach einem Wurf. Auch in der Freizeit endet ein Sturz nicht im Spital, sondern mit dem abklopfen der Kleidung!

Im JUDO werden Würfe, Festhalter, Würger und Armhebel in Verbindung mit kontrolliertem Aggressionsabbau gelehrt (keine Tritte und Schläge!!). Als Judoka ist man vielseitig, da der ganze Körper trainiert wird (nicht nur Teile wie in vielen Sportarten).

Gerade in der heutigen Zeit unter viel Schulstress (mit wenig Turnstunden) und PC bzw. Playstation als einzige Freizeitaktivität, ist es wichtig einen Sport auszuüben, der den ganzen Körper fit hält, Haltungsschäden und Übergewicht vorbeugt oder entgegenwirkt. Noch dazu wird durch Judotraining als Ausgleich das Lernen erleichtert!

Von 6-99 Jahre!!!!

Die Philosophie

Judo bedeutet übersetzt „DER SANFTE WEG“ (JU..sanft, DO…Weg). Ein zentrales Kernthema dabei ist „das Siegen durch Nachgeben“.

Der Legende nach wurzelt diese Philosophie der Selbstverteidigung in Beobachtungen von Ereignissen der Natur, wie z.B.: …es passierte an einem Wintertag, wo nach heftigem Schneefall ein kleiner Junge aus dem Fenster sah und Bäume beobachtete. Was geschah so Unvorhergesehenes?

Eigentlich nichts…

Ein Zweig der Weide war schon schwer überladen mit patzigem Schnee.

Doch er brach nicht ab, trotz eines schier unbesiegbaren Gegners (dem patzigen schweren Schnee nämlich), sondern gab nach und ließ den Schnee einfach zu Boden fallen. Daneben stand ein Kirschbaum, der war nicht so locker und flexibel, sondern steif und starr. Sein Zweig konnte nicht nachgeben, darum wurde er immer schwerer beladen bis, bis, bis… er abbrach.

Daraus ergibt sich das Prinzip des Judo:

  • Nie Kraft gegen Kraft – weil das bei einem viel stärkeren Gegner nutzlos wäre!
  • Nutze die Kraft deines Gegners, seine schlechte Lage, seine Schwächen, gib nach!
  • Lass in ins Leere laufen, usw… dann kannst Du ihn mit seiner eigenen Hilfe schlagen!

Diese Beobachtungen wurden natürlich schon vor Jahrhunderten gemacht und durch die Schlüsse die daraus gezogen wurden, entstanden immer neue Kampfkünste und Techniken.

Die Geschichte

Judo ist aus dem Jiu-Jitsu, der traditionellen Selbstverteidigung ohne Waffen, entstanden. Jiu-Jitsu kam ursprünglich aus China. Es wurde meist von Händlern und Gefängniswärtern ausgeübt, da in früherer Zeit in Japan ein Waffenverbot für alle normalen Bürger und Beamte herrschte.

Jigoro Kano (1860 – 1936)

Der Gründer des Judo – Jigoro Kano – entdeckte, dass sich Jiu-Jitsu, wenn man die gefährlichen Griffe, Schläge und Tritte weglässt, hervorragend zur körperlichen Ertüchtigung eignen würde.jigoro-kano

Aus dieser Idee heraus widmete er sich intensiv dem Studium des Jiu-Jitsu und seiner verschiedenen Richtungen (mit ein Grund für sein reges Interesse war auch, dass Kano selbst eher zierlicher Statur war und immer wieder von Mitschülern und später Studenten verhaut wurde).

Nach für die damalige Zeit sehr kurzem Studium der Kampfkünste (ca. 4 Jahre insgesamt) eröffnete Kano selbst ein Dojo (Trainingshalle) in Untermiete in einem Tempel. Das war 1882 in Tokyo (…damals wurde von einem Meister unterrichtet, und nur dieser konnte die Lehrberechtigung erteilen – was wiederum meistens Jahre dauerte, Kano begann ohne Lehrberechtigung zu üben…).

Kano musste seine Schule in Japan – den Kodokan – alle paar Monate vergrößern, weil es zu wenig Platz für die Schüler gab. Er war dann sogar gezwungen, Mitgliedsbeiträge einzuheben (damals unüblich). So geschah es, dass die ersten Schüler aus dem Ausland kamen, um Judo zu erlernen … der Beginn der Verbreitung des Judo auf der ganzen Welt! Kano reiste ab dann sehr viel im Auftrag Japans um Beziehungen zum Ausland zu knüpfen und stellte überall sein JODO vor. Grenzenlose Begeisterung folgte…

Judo setzte sich sodann ab Ende des 19. Jhdts. durch. Warum?

Es war das unglaubliche Engagement von Hrn. Kano und der richtige Zeitpunkt. Dazu war Judo leicht zu erlernen, ohne Verletzungen und das für jedermann.

Judo in Österreich

Gepusht wurde Judo in Österreich von Jigoro Kano selbst, der durch einen Besuch in der Zwischenkriegszeit den Sport nach Österreich brachte. Er folgte 1933 einer Einladung von Otto Klimek (Jiu-Meister). Im darauf folgenden Jahr besuchte Kano Wien gleich noch einmal.

In Österreich begann die Verbreitung des Judo, aus dem Jiu-Jitsu heraus, erst so richtig nach dem 2. Weltkrieg, da es in der Besatzungszeit ein Ausübungsverbot von bestimmten Sportarten gab. Man begann schließlich mit dem Aufbau eines Verbandes – Österreichischer Amateur Judoverband 1947.

Weitere Meilensteine in der Verbreitung der Kampfkunst waren die Gründung des Österreichischen Judoverbandes und des Wiener Landesverbandes 1958.

Unter den widrigsten Bedingungen wurde damals in Kellerlokalen mit einer derartigen Begeisterung Judo praktiziert, dass sich der Erfolg wie von selbst einstellte. Diese Begeisterung setzte sich immer weiter fort, sodass der nächste logische Schritt folgte: Judo wurde olympisch.

 

Österreichische Judoerfolge

Die Hochblüte des Judosports hatte Österreich bislang in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts. 1984 gab es die erste Bronzemedaille in Los Angeles durch Pepi Reiter seit 20 Jahren.

Einer der erfolgreichsten österreichischen Judoka ist Peter Seisenbacher. Er wurde 1984 in Los Angeles Olympiasieger und verteidigte seinen Titel 1988 in Seoul erfolgreich. Somit war Peter Seisenbacher weltweit der erste Judoka, der eine olympische Goldmedaille erfolgreich verteidigen konnte. 1985 wurde er Weltmeister, 1986 Europameister. Österreichs Sportjournalisten wählten ihn 1984, 1985 und 1988 zum Sportler des Jahres. Er trug auch maßgeblich zur Verbreitung des Judo in Österreich bei.

1974 wurden die ersten Österreichischen Meisterschaften für Frauen abgehalten. Sternstunden des österreichischen Frauenjudo waren 1980 die ersten Weltmeisterschaften für Frauen in New York, wo Edith Hrovath, Gerda Winklbauer und Edith Simon WM-Gold erkämpften und Österreich den ersten Platz in der Medaillenwertung belegte. 1982 bei den Europameisterschaften in Oslo ging durch Siege von Edith Hrovath, Herta Reiter und Edith Simon, die zwei Titel holte (-66kg und Open), die Hälfte aller EM Titel an Österreich.

Derzeit sind Claudia Heill, Olympiazweite in Athen, Sabrina Filzmoser und Ludwig Paischer die erfolgreichsten österreichischen Judokas.

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